Hamburg hoch hinaus
Neben dem Mamut-Projekt Elbphilharmonie soll in der HafenCity schon bald der Bau an einem zweiten Prestigeobjekt beginnen. Der Entwurf dazu stammt zwar nicht aus Deutschland, wohl aber von einem der renommiertesten Vertreter zeitgenössischer Architektur.Es soll der architektonische und kulturelle Höhepunkt des Überseequartiers werden. Der Entwurf für das als Science Center, Aquarium und Wissenschaftstheater ausgelegte Gebäude stammt dabei von keinem geringeren als dem niederländischen Star-Architekten Rem Koolhaas, der zuletzt insbesondere für seinen Entwurf des chinesischen Fernsehsender-Gebäudes CCTV weltweites Aufsehen erregte. Koolhaas, der in Dubai mit seinem Entwurf der Waterfront City gerade ein ganzes Stadtviertel aus dem Boden stampft, möchte mit seinem Hamburger Projekt eine neue Interpretation von Science Centern in der Welt erschaffen. Seinen Gebäudeentwurf entlehnt er dabei einer Hommage an den Hamburger Hafen und stapelt einzelne Fracht-Container wie Lego-Bausteine im virtuellen Raum zu einem abgeschlossenen O.
Mit seiner Lage am Elbufer, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Containerriesen und einlaufenden Kreuzfahrtschiffen, soll das 275.000 Quadratmeter umfassende Science Center, laut Koolhaas’schem Gedankenspiel, die sinnbildliche Öffnung zum Hafen wie auch zur Stadt demonstrieren und den Menschen durch die außergewöhnliche Formgebung auf einen Schlag Zugang zum Stadtzentrum, wie zu der West- und Ostseite des Hafens gewähren. Siebzig Meter in Höhe soll das kreisrunde Gebäude dabei ragen, während am Fuße des baulichen Spektakels drei weitflächig angelegte Terrassen für die Einbindung gastronomische Betriebe und Events einstehen, als Teil einer gezielten Strategie der HafenCity echtes Leben einzuhauchen - ein Attribut, welches dem Hamburger Vorzeigeviertel bisweilen noch fehlt.
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