Paris, Paris – Monsieur Pigoli auf dem Weg zum Glück
"Paris, Paris" erzählt von dem gemütlichen Bühnenarbeiter Pigoil, dessen Welt im Paris der 30er-Jahre zusammenbricht: Erst verlässt ihn seine Frau und dann verliert er auch noch seinen Job im Musiktheater.Da er kein festes Einkommen mehr hat, entzieht man ihm das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn Jojo, obendrein bekommen seine Künstlerfreunde und er es mit den zunehmend an Macht gewinnenden Faschisten zu tun ... Bereits mit seinem Debütfilm "Die Kinder des Monsieur Mathieu" (2004) empfahl sich Regisseur Christophe Barratier als Meister des unaufgeregten Dramas. Für seinen Zweitling hat der Franzose sein Handwerk perfektioniert: Wenn Barratier vom Kampf Pigoils um seinen Sohn erzählt; vom Widerstand des Theaterensembles gegen die Arbeitslosigkeit und den machthungrigen Geschäftsmann Galapiat; von der Liebe des Kommunisten Milou (Clovis Cornillac) zu der gewitzten Chansonsängerin Douce - dann lässt er gekonnt Familien-, Polit- und Liebesdrama ineinanderfließen, und verwebt Straßenkampfszenen nahtlos mit quietschbunten Bildern aus dem neueröffneten Theater. Bisweilen erinnert "Paris, Paris" an Baz Luhrmanns "Moulin Rouge", nur mit bodenständigeren Figuren und weniger Bombast. Genau diese Zurückhaltung macht dieses Drama so bestechend, intensiv und schön. (jul)
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