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Im Dezember ist zu Hause beim Weihnachtsmann Hochsaison. Doch nicht nur für Kinder hat Lappland besondere Abenteuer zu bieten.

Eigentlich ist es doch klar: Wenn es einen Monat gibt, in dem man den Weihnachtsmann nicht zu Hause antreffen kann, dann wohl den Dezember. Während er die Kinder auf der ganzen Welt mit Geschenken beglückt, reisen diese trotzdem hoch in den Norden, um ihn zu besuchen. Denn laut eines legendären finnischen Weihnachtsmärchens aus dem Jahr 1927 wohnt Santa Claus im Inneren des Berges Korvatunturi in Lappland. Dieser ist geformt wie ein Ohr, wodurch der Weihnachtsmann die Wünsche jedes Kindes hören kann. Im Winter ist in Lappland die Hochsaison des Weihnachts-Tourismus. Wer allerdings glaubt, das „Dach Europas“ sei nur für Kinder ein besonderes Abenteuer, täuscht sich gewaltig.

Offiziell ist Lappland der nördlich des Polarkreises liegende Teil Skandinaviens und das Siedlungsgebiet der indigenen Bevölkerung der Samen. Es hatte jedoch nie eine eigene Staatlichkeit und ist daher heute zwischen Norwegen, Schweden, Finnland und Russland aufgeteilt. Durch den Golfstrom ist das Klima nicht überall so kalt, wie man es sich hierzulande vorstellt. Sehr wohl aber ist es für unser Verständnis extrem: Im Laufe des Jahres können die Temperaturen an einem Ort zwischen +30 und -30 Grad Celsius schwanken. Die globale Erwärmung vollzieht sich in Lappland bis zu zweimal schneller als in südlicheren Gebieten und wird daher schnell drastischere Veränderungen mit sich bringen als anderswo. Nicht nur deshalb ist Santa Claus´ Zuhause dieses Jahr ein Geheimtipp für jeden.

Mit den meisten skandinavischen Airlines erreicht man die Hauptstadt des Rentier-Landes, Rovaniemi, von vielen europäischen Flughäfen aus. Wenn man Glück hat, kann man deren Herden sogar schon vom Flugzeug aus sehen. Da der Berg Korvatunturi schwer zugänglich ist, ist wurde Rovaniemi zur zweiten Heimat von Santa Claus ernannt. Hier befindet sich auch der Sitz der „Kammer des Weihnachtsmannes“ und das Weihnachtsmanndorf „Santa Claus´ Village“, wo man den alten Mann persönlich treffen kann. Das lokale Postamt des Weihnachtsmannes beantwortet darüber hinaus Briefe von Kindern aus der ganzen Welt. Im Jahr 1998 wurde durch den steigenden Tourismus der Freizeitpark „SantaPark“ eingeweiht. Und sogar der Flughafen von Rovaniemi, auf dem selbst die Concorde schon Weihnachtsgäste gebracht hat, trägt den eingetragenen Namen „Official Airport of Santa Claus“.

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