Garage der Superlative
6000 Tonnen Stahl. Eine weiße Blase schwebt auf drei Stahlträgern. Dank modernster Baumethoden ist Stuttgart um eine Architekturneuheit reicher. Stiehlt das neue Porsche-Museum des Architektenduos Elke und Roman Delugan den Luxuswagen die Show?Eine Art Nestbautechnik mit 12000 unterschiedlich geformten Stahlträgern macht es möglich, die mehrfach verwinkelte Halle so zu konstruieren, dass die 80 historischen Porsche-Modelle angemessen präsentiert werden können. Ein hoher Saal bestehend aus mehreren Ebenen ist der stützenfrei-schwebende Ausstellungsraum. Hier werden rund 80 Sportwagen, vom ersten Porsche bis zu den legendären Rennwagen wie dem Porsche 917, ausgestellt. Insgesamt verfügt Porsche über ein Repertoire von mehr als 300 historischen Fahrzeugen, die im Wechsel in dem neuen Museum mit seinen 5600 Quadratmetern Ausstellungsfläche gezeigt werden. Das kühle Weiß und die unaufdringliche Architektur lassen die Exponate für sich sprechen. Die farbenfrohen PS-Wunder kommen durch die schlichte Eleganz ihrer neuen Umgebung erst richtig zur Geltung. Das Produkt Porsche lässt Assoziationen mit eleganten Kurven und formvollendeten Rundungen zu. Der bewusste Kontrast der Außenfassade des Automobilmuseums ist daher umso reizvoller. Ein kantiger Gegenakzent, der mit seiner dynamischen Linie die Neugier auf das Innere weckt. Der Autoliebhaber wird sich von den beeindruckenden Formen innovativer Architektur nicht von den eigentlichen Exponaten ablenken lassen, doch hätte man keine angemessenere „Garage“ für die Luxuswagen kreieren können.
text: von franziska bruchhagen
foto: courtesy porsche museum stuttgart
Auf der hohen KanteSchrille Stoffe und opulente Formen waren jahrelang das Aushängeschild des Möbelherstellers Bretz Couture. Jetzt zeigen die rheinland-pfälzischen Ausnahme-Designer, dass sie auch anders können und zelebrieren mit dem Sofa-Arrangement „Tiziana“ einen authentischen Mix aus Geradlinigkeit und Avantgarde. |
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