Im Reich der Tiere
Der Kruger Nationalpark in Südafrika ist eines der größten Wildschutzgebiete der Welt. Hinzu kommt eine Vielzahl kleiner Reservate, die ebenfalls im Nordosten des Landes zu finden sind. Und auch diese besitzen ihren ganz persönlichen Charme – so auch das Makutsi Wildreservat, wo auch schon mal ein Elefant am Frühstücksbuffet, der von Safari-Urlaubern bewohnten Lodge posiert.Mit dem Zeigefinger auf den Lippen dreht sich Jesco, ein gestandener Mann von zwei Metern Größe um. Keinen Laut gibt der südafrikanische Ranger von sich, während er den mit erstauntem Blick an ihm vorbeischauenden Gesichtern Anweisung gibt, sich nicht länger zu bewegen. Wie Kaugummi haften die teils nervösen, teils erfreuten Blicke auf den beiden, kaum zwanzig Meter entfernten Nashörnern. Erst jetzt wird sich herausstellen, wie sehr die Fuß-Safari im Makutsi Wildreservat die Nerven jedes Einzelnen belastet.
Doch gerade dafür, jene für Südafrika typischen wilden Tiere aus nächster Nähe zu betrachten, bietet sich das 14 000 Hektar große Wildreservat an. Wer in den Genuss eines Safari-Aufenthaltes auf der Makutsi Lodge kommen möchte muss jedoch zunächst einmal die 440 Kilometer Entfernung zwischen Johannesburg und dem Makutsi Conservancy überwinden. Eine Tortur ist die Fahrt dennoch nicht, denn eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie das Diamantenschürfgebiet in Kimberly oder die landschaftliche Schönheit des Blyde River Canyon liegen auf dem Weg. Zudem ist auch der Kruger Nationalpark nur einen Katzensprung von der Makutsi Lodge entfernt. Und dennoch: Das Wildtier-Erlebnis vor Ort ist mit keinem anderen Park in der Umgebung zu vergleichen, was vor allem auf der außergewöhnlichen Nähe zu den Tieren beruht. Denn die Unterbringung erfolgt direkt im Reservat. In einer grünen Oase, voll duftender Blumen und tiefgrüner Palmen. Und was könnte es nach einer schweißtreibenden Safari, zu Fuß oder im offenen Landrover, schöneres geben, als sich eine Abkühlung in dem mit natürlichem Thermalwasser befüllten Pool zu verschaffen. Ausreichend Platz zur Entspannung bietet außerdem das Drinnen und Draußen der runden, in traditionellem Stil erbauten, reetgedeckten Rondavels, den für Südafrika typischen Bungalows. Und runderhum führt kein einziger Zaun. Das einzige was Mensch und Tier hier noch trennt ist somit die Türe der eigenen Unterkunft und im Zweifelsfall einer der achtsamen, 24 Stunden am Tag patrouillierenden, Camp-Wächter.
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